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Die Geschichte der Ballonfahrt

Mythos, Legenden und die Phantasie - aber auch ernsthafter Forscherdrang widmen sich seit Menschengedenken dem Wunsch, sich in die Lüfte erheben zu können.

Den Traum vom Fliegen haben die Menschen längst Wirklichkeit werden lassen und binnen 24 Stunden können wir mit Verkehrsflugzeugen nahezu jedes Land der Erde erreichen. Auf der Jagd nach immer neueren Technologien und verbesserten Materialien lösen Konstrukteure Aufgaben die für uns das Fliegen schon fast zur Selbstverständlichkeit werden lassen, dennoch nichts mehr mit der anfänglichen Idee der Himmelseroberung gemeinsam hat: Der ewig Traum von Freiheit, Abenteuer und Unabhängigkeit

In vielen Kulturen wie denjenigen der Inkas, Skandinavier, Römer, Griechen, Chinesen, Inder und Indianer reflektieren Erzählungen das Begehren nach freier Bewegung in der Luft. Die wissenschaftliche Basis der Ballonfahrt - das Gesetz des Auftriebs - lieferten die Forschungen von Archimedes (285-212 v.Ch.). Bereits der Italiener Leonardo da Vinci (1452-1519) kannte diese Methodik, als er der Überlieferung nach zum Geburtstag des Papstes Leo X Heiligenfiguren aus Papier über dem Feuer mit warmer Luft füllte und aufsteigen ließ. So richtig begann aber alles während den Jahren 1782/83 mit zwei Papierfabrikanten aus Annonay/Südfrankreich, die noch lange von sich Reden machen sollten:

Die Gebrüder Michel-Joseph und Étienne-Jaques Montgolfièr Inspiriert von aufflatternden Papier- und Seidenresten im Kamin waren die beiden Brüder von dem Gedanken besessen dem Himmel entgegen zu schweben und zu fliegen. Allerdings ist es eher einem Zufall zu verdanken welcher zur Entdeckung des Heißluftprinzips beitrug, denn alle Modelle, Berechnungen und Versuche versagten. Eine Wirtin die sich während des Verweilens von Michel-Joseph Montgolfièr in einer Gaststube ( 1782 ) mit Ihrem Taftrock dem Kochfeuer zu sehr annäherte, lieferte die Lösung des Problems: Ihr Rock bauschte sich durch das Einströmen der heißen Luft gewaltig auf.

Irrtümlicherweise nahm man einst noch an, das der Rauch für die Entwicklung der Tragkraft verantwortlich sei, was aus mehreren Experimenten der Gebrüder resultierte. Am 05. Juni des Jahres 1783 bauten die Gebrüder Montegolfièr in Annonay auf der Marktplatz vor Hunderten von Schaulustigen ihre „Aerostatische Maschine“ aus papierumhüllten Leinensegmenten gefertigt, auf. Zwischen zwei Holzmasten, mit einem Hüllenvolumen von 500 Kubikmetern und einem Durchmesser von 30 Metern, stellte sich der Ballon – das Wort gab es damals noch nicht – auf, und um Punkt 12 Uhr Mittags erlebten alle Anwesenden den ersten Start eines Körpers schwerer als Luft, der 1800 Meter in die Höhe stieg. Somit gelang an diesem Tag der erste Start eines nichtbemannten Heißluftballons.

Nach diesem geglückten Experiment das sich wie ein Lauffeuer verbreitete, wurden die Gebrüder Montgolfièr an die Königliche Akademie der Wissenschaft nach Paris geladen. Ein dort gebildetes Komitee sollte die Versuche fortsetzen und weiterentwickeln, doch unabhängig von dieser Kommission erhielt der Physikprofessor Jacques Alexandre César Charles ebenfalls die Order die neue Erfindung zu prüfen und einen eigenen Ballon zu entwickeln.

Dabei enträtselte er das Volumen-Temperatur-Gesetz der Gase, und Ihm glückte mit Hilfe seiner Mitarbeiter, den Gebrüdern Robert, am 27.August 1783 die mit Wasserstoff gefüllte Kugel "Globe" auf eine achtenswerte Höhe von über 1000 Metern aufsteigen zu lassen. Dem Einfallsreichtums der Menschen eilte dem Streben nach Weiterentwicklung weit voraus und jeder sah sich schon im Ballon fremde Länder bereisen um die Sehnsucht nach der Ferne zu stillen. Resultierend daraus wurde das anzustrebende Ziel klar definiert: Eine bemanne Ballonfahrt.

Zunächst jedoch beschloss man aufgrund der Ungewissheit und der Angst vor der Höhe, den Versuch mit Tieren zu riskieren. Ein Hahn, eine Ente und ein Hammel stellten die erste Ballonbesatzung auf Erden.

Mit einer Fahrtdauer von über acht Minuten und einer zurückgelegten Strecke von zwei Kilometern startete im Schlossgarten von Versailles am 19. September 1783, zu Ehren des Königs, unter brausendem Klatschen Tausender die erste „bemannte / tierische Ballonfahrt“.

Resümierend aus der erfolgreichen Fahrt mit den drei tierischen Gesellen an Bord brannte nun alle darauf, endlich Menschen in die Lüfte zu schicken. Der Grundgedanke bezüglich der Passagiere traf zum Tode verurteilte Strafgefangene. Als aber der Physiker Pilâtre de Rozier dem König nahe legte das sich keine normalen Menschen über die Adligkeit erheben dürfte, bestieg er als erster luftfahrender Mensch eine "Montgolfière" (die Bezeichnung Ballon kam erst später) und ging in die Geschichte ein. Von diesem Tag an war es ausschließlich dem Adel vorbehalten Ballon zu fahren.

Zusammen mit dem französische Physiker Jean-François Pilâtre de Rozier bestieg der Gardeoffizier Marquis François D'Arlandes am 21.November 1783 abermals einen Ballon. Aufgrund des Irrglaubens das Rauch und nicht unbedingt warme Luft den Auftrieb lieferte, verbrannten sie Schafwolle und Stroh und fuhren in 25 Minuten in über 1000 Meter Höhe 12 Kilometer weit von Paris bis Butte-aux-Cailles.

Prägend für die deutsche Geschichte der Luftfahrt war der spätere Thurn & Taxis'sche Hofrat Baron Joseph Maximilian von Lüttgendorf (1750-1829) aus Regensburg, der im Jahre 1784 die ersten deutschen Ballonfahrtversuche unternahm und seitdem liebevoll als “Ballononkel“ betitelt wird.

In der Nähe von Augsburg gelang dem Schweizer Physiker Auguste Piccard (28.01.1884 - 25.03.1962) sich bei einem Experiment als erster Mensch in einer luftdicht verschlossenen Gondel mit Sauerstoffversorgung von einem Ballon in die Stratosphäre bis zu einer Höhe von 15781 Meter tragen zu lassen (Notlandung in den Alpen). Ein Jahr später wurde dieser Versuch erfolgreich wiederholt (16490 Meter). Sein Zwillingsbruder Jean uns sein Sohn Jaques waren ebenfalls daran beteiligt.

Ende der 1960er Jahre brachten moderne Materialien und Techniken eine Renaissance der Heißluftballone.

Die erste Nonstop-Weltumrundung in dem hochtechnisierten Ballon "Breitling Orbiter III“ gelang 1999 den Abenteurern Bertrand Piccard (Schweiz) und Brian Jones (Großbritannien). Nach Ihrem Start in der Schweiz landeten beide am 21.03.1999 in der ägyptischen Wüste.

Die physikalischen Gesetze des statischen Auftriebs wie auch die Technik, nutzen die Ballonfahrer heute noch genauso wie schon die Pioniere der Luftfahrt im 18. Jahrhundert. Die eingeschlossene Luftmasse in der Ballonhülle wird mit Hilfe des Brenners erhitzt, und durch die Veränderung Ihrer Dichte leichter, so das sich der Ballon dem Himmel entgegen erhebt. Ausrüstung und Sicherheitsmaßnahmen haben sich den heutigen Ansprüchen angepasst, aber seit mehr als 200 Jahren hat sich am Grundsatz des Heißluftballonfahrens nichts geändert, denn sobald wir abgehoben haben, bestimmt nur noch der Wind unsere Fahrtrichtung und unseren Landeort.

So lebt der alte Traum, lautlos und frei den Himmel zu erobern, noch immer fort.